Verschlossene Türen
Die Jünger haben Angst. Sie wissen von der Auferstehung und leben doch noch im Rückzug. Christus wartet nicht, bis ihr Glaube stark genug ist. Er tritt in ihre Mitte.
Friede und Vergebung
Jesus spricht Frieden zu und sendet seine Jünger. Mit dem Heiligen Geist vertraut er der Kirche den Dienst der Sündenvergebung an. Barmherzigkeit wird sakramental und konkret.
Thomas und die Wunden
Thomas verlangt zu sehen. Acht Tage später begegnet Christus auch ihm. Der Zweifel wird nicht verspottet; Thomas wird zur Begegnung gerufen und bekennt seinen Herrn und Gott.

Die geöffnete Seite
Am Karfreitag durchbohrt ein Soldat Jesu Seite; sogleich fließen Blut und Wasser. Johannes bezeugt dieses Geschehen, damit der Leser zum Glauben findet. Diese Linie beginnt nicht bei Faustina, sondern im Evangelium.
Johannes Paul II. deutete später das Blut im Blick auf das Kreuzesopfer und die Eucharistie, das Wasser im Blick auf die Taufe und die Gabe des Heiligen Geistes. Diese sakramentale Deutung erschließt das Ostergeheimnis. Sie macht aus dem Bild weder ein zusätzliches Sakrament noch ein Versprechen automatischer Gnade.
Taufe und neues Leben
Der Weiße Sonntag erinnert an die Neugetauften der Osternacht. Ostern schenkt nicht nur einen neuen Gedanken über das Leben. In Christus beginnt neues Leben.
Ostern beantwortet Schuld nicht mit Verdrängung.
Christus hat die Sünde getragen und den Tod besiegt. Deshalb kann Vergebung wahr sein, ohne das Böse kleinzureden. Deshalb ist ein neuer Anfang möglich.