Ein kurzes Leben
- 1905: Helena Kowalska wird in Głogowiec in Polen geboren.
- 1925: Sie tritt in die Kongregation der Schwestern der Muttergottes von der Barmherzigkeit ein und erhält den Ordensnamen Maria Faustina.
- 22. Februar 1931: Faustina berichtet in Płock von einer Erscheinung Christi, dem Auftrag für das Bild und dem Wunsch nach einem Fest der Göttlichen Barmherzigkeit am ersten Sonntag nach Ostern. Diese Angaben gehören zu ihrer Privatoffenbarung.
- 13. und 14. September 1935: In Vilnius hält Faustina die Worte und den Aufbau des Barmherzigkeitsrosenkranzes in ihrem Tagebuch fest.
- 1931–1938: Auf Weisung ihrer Beichtväter schreibt sie ihre geistlichen Erfahrungen im Tagebuch nieder.
- 5. Oktober 1938: Faustina stirbt in Krakau-Łagiewniki.
- 1965–1967: Im Erzbistum Krakau wird ihr Leben in einem kirchlichen Informationsprozess untersucht; 1968 beginnt der Seligsprechungsprozess in Rom.
- 15. April 1978: Die Glaubenskongregation erklärt nach Prüfung zahlreicher Originaldokumente, die 1959 noch nicht bekannt waren, frühere Verbote zur Andacht in den von Faustina vorgeschlagenen Formen für nicht mehr bindend. Das ist keine pauschale Bestätigung jedes Tagebuchsatzes.
- 30. April 2000: Johannes Paul II. spricht Faustina heilig.
Ein Tagebuch, kein neues Evangelium.
Faustinas Tagebuch sammelt Gebete, geistliche Erfahrungen und Worte, die sie Christus zuschrieb. Katholiken lesen es im Licht der Heiligen Schrift, der apostolischen Überlieferung und der Lehre der Kirche.
Anerkannte Privatoffenbarungen gehören nicht zum Glaubensgut. Sie vervollständigen die Offenbarung in Christus nicht. Die Kirche kann anerkennen, dass sie helfen, das Evangelium in einer bestimmten Zeit tiefer zu leben. Maßstab bleibt immer Christus.
Faustina zeigt von sich weg.
Ihr Zeugnis lädt nicht dazu ein, bei außergewöhnlichen Erfahrungen stehen zu bleiben. Es führt zu Christus, zu Vertrauen, Gebet, Beichte, Eucharistie und tätiger Nächstenliebe.
